Geschichte

Quellenangabe: Archiv Verein P&S 2007 (Lohmann), "Das Rasse-Portrait Setter" (Hilde Schwoyer) und eigene Recherche

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Der Ursprung unserer Setter-Rassen waren die "Sitting Dogs" bzw. die  "Sitting Spaniels" aus Spanien. Engländer, die Spanien für einige Zeit besetzten, fanden gefallen an diesen Vorstehhunden, und sorgten für deren Verbreitung nach Frankreich und England. Hier experimentierte man durch Einkreuzungen, z.B. mit dem Foxhounds und züchtete so den uns bekannten König der Feldjagd, den Pointer. Diese wurden nun weiter gekreuzt mit den langhaarigen "Sitting Spaniels", die ebenso wie die "Sitting Dogs" aus Spanien über Frankreich nach England kamen. Aus diesen Kreuzungen entstanden dann in England, Schottland und Irland unsere Setter-Rassen. Die älteste ist der "Red and White Irish Setter" mit seinen roten Flecken im weißen Fell, der erst in letzter Zeit wieder vermehrt gezüchtet wird und seine Liebhaber findet. In der weiteren Entwicklung unserer Setter wurden sie nach dem Land benannt, in welchem sie gezüchtet wurden. Der "Kennel Club England" benannte später den "Schottischen Setter" in Würdigung für Herzog Alexander dem 4. von Richmond und Gordon auf Schloss Fochabers in Banffshire in "Gordon Setter" um.

Nach Deutschland war der Gordon Setter schon vor 1900 gelangt. Prinz Alfred zu Solms-Braunfeld aus Lich/Hessen mit dem Zwingernamen "Von Arnsburg " ist als einer ihrer besonderen Freunde und Förderer zu nennen. Vor allen Dingen im bayerischen Raum, mit seinen unberührten Auen und Mooren, erfreute sich der Gordon Setter besonderer Beliebtheit. Die Reviere rund um Dachau, München und Landshut / Niederbayern waren eine Hochburg der Setterzucht, allen voran die Zucht der Gordon Setter. Die vielseitigen, tüchtigen "Münchner Gordon Setter " erlangten einige Berühmtheit und wurden von Jägern und Förstern hochgeschätzt. Diese glanzvolle Ära wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen, auch ging der Trend zu "eigenen", deutschen Jagdhunderassen, und fand mit Beginn des dritten Reiches ihr endgültiges Ende. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland nur noch vereinzelt Gordon Setter. Die bayerischen Jäger setzten immer mehr auf deutsche Hunde wie Deutsch Drahthaar, Deutsch Kurzhaar usw.

1902  wurde in Bingen am Rhein der erste Setterclub von den Herren

  1. W. Dörr aus Frankfurt am Main
  2. Fr. Schadde aus Barmen
  3. G. Liebreich aus Berlin - Pankow

und kurze Zeit später der Pointerclub in Berlin von den Herren

  1. Rudolf Klotz
  2. W. Weisheit
  3. Graf Bernstorff
  4. Fr. Martens
  5. Schönhagen
  6. von Natusius
  7. Meyendorf

ins Leben gerufen.

Am 1. Juli 1912 schlossen sich der deutsche Pointerklub und der deutsche Setterklub zwecks gemeinsamer Prüfungen und Zuchtbuchführung zum "deutschen Pointer und Setter Verein" zusammen. Die Gründung wurde im "Sportblatt Frankfurt" bekanntgegeben. Der Pointerklub brachte 222 Pointer und 93 Mitglieder, der Setterklub 500 eingetragene Setter und 58 Mitglieder mit.

Stand bis 1941 8300 eingetragene Hunde, allein von 1939 bis 1941 wurden 700 eingetragen, davon 518 Irish Setter, 110 Pointer, 62 Englisch Setter und 10 Gordon Setter. Der Verein zu dieser Zeit "Fachschaft" genannt hatte 197 Mitglieder.

1946 hatte der Verein 256 Mitglieder, 1952 immerhin schon 420 Mitglieder

Der erste 1. Vorsitzende war bis 1920 ein Herr E. Kleißel aus Frankfurt

Das Zuchtziel der Fachschaft gab das Reichsjagdamt vor. Sitz der Fachschaft war der jeweilige Wohnort des Schatzmeisters. Schon im Zuchtbuch 1940/41 wird auf eine fehlende  Körung in der Jagdhundezucht hingewiesen, und die Gau-Obmänner angewiesen, sich durch mehr Zuchtschauen einen besseren Überblick über den Zuchtwert der Hunde zu verschaffen. Es gab 13 Gau-Gruppen:

  1. Bayr.Pfalz, Baden, Württemberg, Elsaß-Lothringen
  2. Niederbayern
  3. Oberbayern
  4. Nordbayern
  5. Berlin-Brandenburg
  6. Hessen, Südpreußen
  7. Mecklenburg
  8. Rheinland
  9. Schwaben
  10. Böhmen, Mähren
  11. Schlesien, Sudetenland
  12. Warthegau
  13. Ostmark

  und die Gruppe: "Süd-Ost" mit Sitz in Wien

Am 03.07. 1934 wurde durch den "Reichsjägermeister" Hermann Göring das Reichsjagdgesetz in Kraft gesetzt. Es löste die einzelnen Landesjagdgesetze ab. Nach unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Besatzungszonen nach dem 2. Weltkrieg löste dieses dann das heutige Bundesjagdgesetz vom 29.11. 1952 ab. Bis 1946 (Britische Zone) war den Jägern in Deutschland unter Androhung der Todesstrafe der Besitz von Jagdwaffen und die Jagd verboten. Im Zuchtbuch 1948 hofft der 1. Vorsitzende Otto Hofman das bald allen die volle Jagdberechtigung zurückgegeben wird, um das deutsche Jagdhundewesen wieder neu aufzubauen. Natürlich haben sich inzwischen die Gau-Gruppen in Landesgruppen, und der Gau-Obmann in Obmann umbenannt, und durch die Teilung wurde der Verein auf folgende Landesgruppen reduziert:

  1. Landesgruppe Bayern / Obmann Anton Jacobs aus München
  2. Landesgruppe Berlin
  3. Landesgruppe Hessen-Pfalz
  4. Landesgruppe Niedersachsen
  5. Landesgruppe Nord
  6. Landesgruppe Rheinland
  7. Landesgruppe Westfalen
  8. Landesgruppe Württemberg-Baden

   Am 26. April 1871 gründeten der

  1. Verein zur Veredelung der Hunderassen in Deutschland
  2. Verein Hector
  3. Klub zur Prüfung der Hühnerhunde
  4. Norddeutscher Hetzklub
  5. Verein Nimrod 

in Hannover die:  "Delegierten-Commission für das deutsche Hundestammbuch" (DC) 

Am 16.Juli 1906 wurde ein weiterer Dachverband, "Deutsches Kartell für Hundewesen"  (DKH) gegründet.

1933 wurde aus dem DKH der RDH, "Reichsverband für das Deutsche Hundewesen" Alle anderen Dachverbände hatten sich aufzulösen und sich beim RDH einzubringen. Alle Vereine mußten sich "Fachschaften" nennen. Während der Nazi-Herrschaft wurde aus dem RDH der RH "Reichsverband für Hundewesen"

Nach dem Untergang des "Dritten Reiches" hatte sich der "RH" und alle "Fachschaften" zum 1. Januar 1946 aufzulösen. Am 11. Juli 1949 wurde in der amerikanischen Zone in München der "Verband für das Deutsche Hundewesen" (VDH) gegründet.

Im Nachrichtenblatt P&S März 1951 wurde vom 1. Vorsitzenden bekannt gegeben, man sei dem VDH als Dachorganisation und dem JGHV als Mitglied beigetreten, um auch der FCI angeschlossen zu sein. 1951 gab es die 6 Landesgruppen: Württemberg-Baden, Rheinland, Nord, Hessen-Pfalz, Berlin und Bayern mit dem Landes-Obmann Fred Mayr aus Straubing. Es gab 3 Geschäftsstellen des Vereins: Nord, Mitte und Süd.

Im Nachrichtenblatt Juni 1953 wird bekannt gemacht, in England werden inzwischen die roten Setter wieder zurückgezüchtet, zu den vormals rot / weißen Settern. Der Verein distanziert sich von diesen Züchterein und will nur bei den "Roten" ohne jegliche weiße Abzeichen bleiben.

Das erste CACIT vom Verein wurde 1953 bei der Frühjahrssuche der Landesgruppe Bayern im Revier Vach-Veitsbronn bei Nürnberg vergeben. Der 1a Preis und CACIT geht an die weiß-gelbe, 4 jährige Pointer Hündin "Aja vom Parkheim"

Der Mitgliedsbeitrag 1952 betrug 15 DM, für Berufsdresseure nur 8 DM

In den 70er Jahren begannen Bestrebungen, Vetretungen der einzelnen Setterrassen zu gründen. Eine Satzungsänderung 1981 beim VDH ermöglichte dann die Gründung von Spezialzuchtvereinen, wie es sie im Ausland schon länger gab. 1981 fand nach der Neugründung der Setter-Clubs eine mit vielen Problemen behaftete Neugliederung der Rassevertretungen unserer Setter statt. Einstige Leistungsmitglieder von P&S konnten nicht gleichzeitig Führungspositionen bei den Clubs ausüben. Viele Posten in den Landesgruppen mußten neu besetzt werden, auch in der Landesgruppe Bayern wurden für 1982 Neuwahlen angesetzt, bei denen der aktuelle Landesgruppenleiter Herr Schmid ankündigte, nicht mehr zu kandidieren. In der gleichen Landesgruppenversammlung Bayern 1981 im Rasthof Gabel bei Ingolstadt gibt Herr Sebald das Amt des Kassenwartes ab, und für die Frühjahrssuche durften 40 Fasane gekauft werden. 1981 fanden in Bayern folgende Ausstellungen statt:

  1. 29.03. Internationale Ausstellung München
  2. 12.04. Internationale Ausstellung Nürnberg
  3. 28.06. Zuchtschau "Gabel" Ingolstadt
  4. 03./04.10. Internationale Ausstellung Ingolstadt

Am 13. Juni 1981 wurde die Landesgruppe Hessen/Pfalz in Hessen/Pfalz/Saar umbenannt.

 In der Landesgruppenversammlung Bayern am 6. März 1982 im Rasthof Gabel in Ingolstadt sollte der Landesgruppenvorstand neu gewählt werden. Nach 12 jähriger Tätigkeit bedankte sich der Landesgruppenleiter Herr Schmid bei allen für ihre tatkräftige Mitarbeit. Als vorgeschlagener Kandidat zum Landesgruppenleiter lehnt Herr Buck ab, 2 neue Kandidaten erhielten keine Mehrheit. Damit war die Landesgruppe ohne Führung. Kommissarisch übernahm Herr Schmid wieder die Leitung.

Im Juli-Heft 1982 wird nach Wahl die neue Vorstandschaft vorgestellt.

  1. Landesgruppenleiter Herr Adolf Buck in Bubesheim
  2. Stellvertreter Herr Hans Sumser in Ottmarshausen
  3. Regionalzuchtwart Herr Ernst Stalzer in Oberschleißheim
  4. 1. Stellvertreter Herr Oskar Bestler in Krögelstein
  5. 2. Stellvertreter Herr Herfried Steidl in Weiden
  6. Kassenwart Herr Erwin Hafer in Olching
  7. Beisitzer Prüfungswesen Herr Franz Hartl in Neuburg
  8. Beisitzer Prüfungswesen Herr Ernst Stalzer in Oberschleißheim
  9. Beisitzer Zuchtschauwesen Herr Erwin Hafer in Olching
  10. Beisitzer Zuchtschauwesen Frau Ronni Stelter in München

Am 24. Juli 1982 fand die erste Spezialzuchtschau in Günzburg an der Tierzuchthalle statt. Als Richter wurde Herr Gerd Wolff aus Winterbach geladen, Sonderleiter war Frl. Ronni Stelter. Meldegeld damals 60 DM.

25 Jahre später, am 22. Juli 2006 eröffnet erneut unser Landesgruppenleiter, Herr Adolf Buck die Jubiläumszuchtschau 25 Jahre CAC Günzburg

Im Jahre 2007 bekam die Landesgruppe Bayern eine neue Homepage. Viel Gesprächsstoff im Verein und auch in der Landesgruppe bot die angekündigte Körordnung. Bei einer Züchtertagung in Kösching bei Ingolstadt wurde am 25. November den Landesgruppen Bayern und Baden-Württemberg die neue "Zuchttauglichkeitsprüfung" durch  Frau Hesse (Hauptzuchtwart) vorgestellt. Große "Beifallsstürme" blieben aus......

2008 bei der Landesgruppenversammlung wurde auf die unzumutbaren Hallenbodenverhältnisse bei der CACIB Nürnberg 2008 hingewiesen. Der Boden war dermaßen glatt, so dass eine Gefährdung für Mensch und Tier  vorlag. Der Veranstalter weigert sich seit Jahren, Abhilfe in Form von einem anderen Bodenbelag  aus Kostengründen zu schaffen. Es wurde beschlossen, der Landesgruppenleiter schildert das Problem dem VDH in Dortmund. Seit Monaten steht bis heute noch eine Antwort aus!!!!!

Generalversammlung 2008

 am Sonntag den 08. Juni 2008 wurde auf dem 'Hof Sudermühlen' in Egestorf

der neue Vorstand des Verein für Pointer und Setter e.V.  gewählt. 

Nachfolgend das Ergebnis der Vorsitzenden

1. Vorsitzender

 

Wolfgang  Bornschein

 

  2. Vorsitzende 

 

Regina Pietsch

 

Die seit langer Zeit heiß diskutierte Körordnung wird nun unter dem Namen: Zuchttauglichkeitsprüfung ( ZTP ) zum 01. Januar 2009 für alle Hunde, die ab 2009 im Verein neu zuchttauglich sein wollen, vorgeschrieben.